Die folgenden Personen und Vereinigungen haben das Trierer Manifest unterzeichnet:

 

UMKEHR e.V., Informations- und Beratungsbüro für Verkehr und Umwelt, Berlin

FUSS e.V., Fachverband Fußverkehr Deutschland, Berlin

Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL, Berlin

Bernd Herzog-Schlagk, Gransee

Stefan Lieb, Berlin

Thomas J. Mager, Köln

Heiner Monheim, Trier

Frank G. Biermann, Berlin

Margot Leitner, Bernau

Klaus Pasedag, Prien

Christian Flöter, Groß-Umstadt

Martin Frommhold, Fürstenwalde

Andreas Kegreiß, Herrenberg

Arndt Schwab, Koblenz

Arndt Last, Karlsruhe

Arne Blase, Bonn

Nina Weiler, Karlsruhe

Bernd Seegers, Berlin

Bernd Vollmer, Bielefeld

Brigitte und Reinhard Nake, Berlin

Christian Zeller, Augsburg

Christoph Link, Stuttgart

Dr. Norbert J. Stapper, Monheim am Rhein

Edith Borie, Karlsruhe

Edmund A. Spindler, Hamm

Frank Kutzner, Heidelberg

Frank Markus Schmidt, Frankfurt

Gloria Rosenkranz , Wuppertal

Hans-Peter Heinrich, Frankfurt

Dr. Harald J. Dr. Orthaber, Wien

Klaus-Christian van den Kerkhoff, Köln

Manfred Horlacher, Mannheim

Marius Seemann, Schwerin

Martin Röhrleef, Hannover

Michael Zaretzki, Asperg

Petra Kewes, Trier

Reinhold Waber, Mertingen

Robert Voigt, Stuttgart

Roberto Koschmidder, Schwerin

Sepp Genghammer, Bernau

Stephan Krull, Hannover

Stephan Fischer, Weinheim

Thomas Schupp, Dreieich

Uli Molter, Chemnitz

Ulrich Patzer, Leipzig

Ursula Walther, Herzogenaurach

Uwe Schlosser, Bern

Uwe Sternbeck, Neustadt a.Rbge.

Wolfgang Lückert, Bad Berleburg

Alexander Schmidt, Trier

Volker Voß, Schwerin

Constanze von Haller, Berlin

Stefan Brück, Bernau

Frauke Reese, Berlin

Ferdinand Hinke, Bernau am Chiemsee

Christoph Schnetter, Wien

Prof Dr. Hermann Knoflacher, Wien

Prof. Dr. Rainer Rothfuß, Tübingen

Sabine Leidig, Berlin

Bernd Herzog-Schlagk, Dannenwalde, Umweltbahnhof Dannenwalde

Tino Supplies, Leipzig, Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.

Christian Steindlmüller, Rohrdorf

Hildegard Waas, Bernau

Hanna Fochler, Bernau

Anita Brunner, Bernau

Marlis Neuhierl-Huber, Siegburg

Klaus Hänel, Trebbin-Blankensee

Barbara Sandner-Rapp, Maisach

Henrike Bode, Hildesheim

Johannes Mirbach, Trier, VCD Trier

Wilhelm Hörmann, Bremen ADFC

Monika Lege, Hamburg, Robin Wood

Otto Gebhardt, Frankfurt am Main

Dirk Bösel, Reinhardshagen

Felix Karl Cremer, Leipzig

Gabriele Rau, Prien

Markus Schäfer, Troisdorf

Renate Reymann, Berlin, Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.

Roswitha Wollmann, Dresden

Jakob Schweppe, Bonn

Thomas Hoscislawski, Leipzig

Roswitha Matschiner, Ludwigsburg

Ringo Nolte, Dresden

Gloria Rosenkranz, Wuppertal

Peter Temps, Düsseldorf

Horst Bertram, Hamburg

Jörg Sommer, Neckarmühlbach, Deutsche Umweltstiftung

Helmut Röscheisen, Bonn, Deutscher Naturschutzring (DNR)

Klaus Wörle, Regensburg, ADFC KV Regensburg

Kurt Müller, Einhausen

Meike Rubbert, Hamburg

Karl-Heinz Ludewig, Berlin-Kreuzberg

Klaus Wagner, Waren (Müritz)

Mirjam Wruck, Berlin

Wolfgang Schütze, Gohlis

Dieter Netter, Ludwigshafen

Eckart Kuhlwein, Berlin, Naturfreunde Deutschland

Hans-Dieter Hunscher, Münster

Heiko Müller, Leipzig

Karsten Meyer, Berlin

Lutz Horn, Pforzheim

Marcus Berggötz, Kassel

Matthias Pfaff, Stuttgart

Michael Wendt, Halberstadt

Rainer und Annett Vogel, Senftenberg

Rita Stuke, Bielefeld

Rita Pönicke, Dortmund

Vincent Schulte, Würzburg

Uwe Redecker, Kiel

Michael Ott, Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein e.V.

Ferdinand Traurig, München

Gerke Pachali, Kloster Lehnin / Krahne

Jörn Paulini, Frankfurt am Main

Lars Zirpins, Hamburg

Matthias Wehrstedt, Kassel

Maximilian Meyer, Bad Nauheim

Udo Greiner, Heilbronn

Gertrud Traurig, München

Ludger Palz, Berlin

Wolfgang Niebel, Berlin

Thomas Nittka, Hamburg

Bernd E.Jürgens-Samm, Bielefeld

Gruppe aktiver Fahrradfahrer und Fußgänger GAFF

Rita Pönicke, Dortmund

Oliver Drubel, Drensteinfurt

Dr. Margarete Huschens, Trierweiler TRAUM

Dieter Konrad, Schwetzingen

Torben Uhle, Bielefeld

Pia Hilgert, Bad Kreuznach

Martina Paulini, Frankfurt am Main

Haide Will, Halle/ Saale

Barbara Koller, Aachen

Peter Pönicke, Dortmund

Reinhard Linde, Berlin

Thomas Römer Bad, Kreuznach

Walter Friedmann, Bühl

Mathias Niedermaier, Tübingen

Joana Kowalewski, Koblenz

Franz-Josef Emundts, Alsdorf, BUND Aachen-Land

Arno Paulus, Berlin, Solarpolis

Bernd Kruse, Bitburg

Felix Krauß, Schkeuditz

Hartmut Meyer-Buck, Berlin

Otto Rudeck, Neuenhagen

Ulrich Vogel, Ludwigshafen

Felix Rensch, Marburg

Gerald Linning-Droste, Dortmund

Lutz Räbsch, Hamburg

Maik Becker, Niederkassel

Nicole Preiser, Köln

Thomas Schilling, Berlin

Udo Knau, Minden

Alexander Thumfart, Erfurt

Daniel Tiedge, Bonn

Nicole Gilla, Frankfurt

Bernd Krause, Groß-Bieberau

Christine Seer, Nürnberg

Mario Schuller, Rüsselsheim

Matthias Schmidt, Schulzendorf

Rainer Mai, Frankfurt

Reinhard Geppert, Rodgau

Sigrid Gotthardt, Escheburg

Albrecht W. Hoffmann, Bonn

Wolfram Günther, Leipzig

Michael Frömming, Hannover, VCD LV Niedersachsen

Konrad Weyhmann, Stuttgart

Thomas Bühligen, Leipzig

Michael Hother, Ludwigsburg

Doris Schupp, Hildesheim , VCD Kreisverband Hildesheim

Elena Schäfer, Kaltenengers

Peter Pagel, Seeheim-Jugenheim

Hedwig Zobel, Berlin

Henkemeier Martin, Göttingen

Katja Goll, Ludwigsburg

Kirsten Kock, Kiel

Klaus-Uwe Kroeker, Uffing, Ökologischer Ärztebund

Mario Kilian, Halle/ Saale

Markus Wellner, Markkleeberg

Matthias Albrecht, Halle

Steffen Philipp, Berlin, Bürgerinitiative Schönes Steglitz e.V.

Annett Wolf, Erfurt

Brunhilde Rausch, Beilstein

Christian Gusic, Hohenbrunn

Hannes Hollenbach, Trier

Hans Billinger, Stuttgart

Herbert Karau, Erfurt

Johannes Rausch, Beilstein

Kerstin Dittrich, Leipzig

Neil McQueen, Plochingen

Stefan Kohlmann, Essen

Susanne Leidenroth, Ludwigsburg

Wolfram Günther, Leipzig, Stadtforum Leipzig

Kerstin Pfetsch, Dallgow-Döberitz

Gerd Warstat, Westerstede

Klaus Schmitt, Idar-Oberstein

Christian Fahnberg, Planegg

Lothar Krahmer, Planegg

Claudia Fenster-Waterloo, Steingaden, Umweltinitiative Pfaffenwinkel e. V.

 

Abschluss-Presseerklärung

Nicht nur der Finanzminister des Bundes soll wieder durchschlafen können, auch seine Kollegen in Ländern und Kommunen. Bessere Gesundheit (nicht nur) für die Schatzmeister der Nation, die öffentlichen und Sozialversicherungs-Haushalte und ein Plus an Mobilität lassen sich gleichzeitig erreichen.

Dies erfuhren die knapp 200 Teilnehmer des 14. Bundesweiten Umwelt- und Verkehrskongresses (BUVKO) Ende Mai in München. Nach drei Tagen, die prallvoll mit Arbeitsgruppen, Exkursionen und Podiumsdiskussionen gefüllt waren, stellten die Veranstalter das Konzept „MobilitätsPlus trotz HaushaltsMinus“ vor.

Es besteht aus den folgenden Bausteinen:

1. Weniger Ausgaben

  • Zuschussbedarf für die Bahnen durch Ausschreibungspflicht im Schienen-Nahverkehr (SPNV) reduzieren

Private Eisenbahnen haben in den letzten Jahren gezeigt, dass besserer Service für die Fahrgäste bei geringeren Zuschüssen durch die öffentliche Hand möglich ist. Deshalb müssen in Zukunft alle SPNV-Leistungen öffentlich ausgeschrieben werden. Exklusiv-Verträge mit dem (Noch-) Monopolisten DB AG müssen der Vergangenheit angehören. Durch Vorgaben müssen Dumpinglöhne, schlechtere Arbeitsbedingungen und ein Absinken des Sicherheitsniveaus verhindert werden.

  • Budgets der Sozialversicherungen durch Förderung gesunder Fortbewegungsmittel entlasten

Wer die Lohnnebenkosten senken will, muss in die Gesundheits-Prävention investieren. Erforderlich sind die Einbindung des Gehens, des Wanderns und des Radfahrens in die Bundes-Gesundheitspolitik.
Ein gutes Beispiel hierfür sind die von mehreren Bundesministerien geförderten Kampagnen des Fußgängerschutzvereins FUSS e.V. „Zu Fuß zur Schule“ und „Gehen bewegt mich“ (ein Modellprojekt in Berlin-Brandenburg zum Wandern von Bahnhof zu Bahnhof).
Wer nicht krank wird, entlastet die Budgets der Sozialversicherungen.

  • Haushalte durch arbeitsplatzintensive Investitionen zur Erhaltung und zum Umbau der Verkehrsnetze entlasten

Bund, Länder und Kommunen sollen in Maßnahmen investieren, die der unnötigen Autonutzung in Städten und Gemeinden entgegenwirken. Derartige Maßnahmen sind kostengünstiger als der derzeit fortgeführte Ausbau von Straßen.
Der neue Bundesverkehrswegeplan (BVWP 2003) will dagegen den Straßenbau auf Rekordniveau weiterführen. Er darf daher in seiner vorliegenden Form nicht verabschiedet werden! Auch im Straßenbau sollte gelten: Statt Großbetriebe, die oft keine Steuern zahlen, zu alimentieren, sollte lieber der arbeitsplatzintensivere Mittelstand gestärkt werden.

  • Ausgaben für kommunale Verkehrsförderung durch Verzicht auf Bevorzugung von Großprojekten senken

Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) muss zu einem Spargesetz werden, d.h. die kostengünstigsten und effektivsten Baumaßnahmen müssen gefördert werden, nicht aber Großvorhaben. Derzeit sind wirksame Maßnahmen im Fuß- und Radverkehr sowie die Verkehrsberuhigung nicht förderfähig, nicht zuletzt, weil sie weniger kosten als der gesetzlich festgelegte Mindestbetrag (Bagatellgrenze).

  • Versteckte Auto-Subventionen einsparen

Der Autoverkehr in unseren Städten wird hochgradig subventioniert. Spürt man diese in den Kommunalhaushalten versteckten Ausgaben auf, so kommen erstaunliche Beträge dabei heraus: So subventioniert z.B. Dresden den Autoverkehr mit jährlich rund 55 Mio. Euro.

  • Ausgaben der Kommunen durch Verlagerung vom Parkplatzbau zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs senken

Es ist nicht Aufgabe der Gemeinden, jedem Bürger überall in der Stadt Parkflächen zur Verfügung zu stellen. Die Stellplatzverordnungen müssen entsprechend verändert werden. Billiger und effektiver ist die Schaffung und Unterhaltung von Fuß- und Radverkehrsnetzen sowie von komfortablen und sicheren Querungshilfen.

2. Mehr Einnahmen

  • Kostendeckende Gebühren im Flugverkehr erheben

Angesichts der niedrigen Ticketpreise der Billigflieger ahnt es eigentlich jeder: Hier kann etwas nicht stimmen. Die öffentliche Hand investiert für Ryanair & Co in den Ausbau der Flughäfen und landseitigen Anschlüsse, verzichtet in der Regel aber trotz enormer Folgekosten durch Luftverschmutzung und Lärmbelästigung auf kostendeckende Gebühren. Emissionsabhängige Gebühren würden diese indirekte Subventionierung aufheben. Die Airlines müssten diese Gebühren über kurz oder lang an die Passagiere weitergeben. Dann würden auch die Preise stimmen!

  • Entfernungspauschale abschaffen

Die Entfernungspauschale wirkt als "Zersiedelungsprämie", da sie lange Wege zur Arbeit belohnt. Diese flächenverbrauchende und verkehrserzeugende Subventionierung ist abzuschaffen oder mindestens stark zu reduzieren.

  • Einnahmen der DB AG aus Fahrscheinverkäufen durch ein attraktives Preissystem erhöhen

Das neue Preissystem der DB AG führte zu verärgerten Kunden und zurückgehenden Fahrgastzahlen. Es ist eben nicht so einfach und kostengünstig wie die Werbung versprach. Die Wiedereinführung der 50%-BahnCard, die Abschaffung der Strafgebühren für Umbucher und die Einführung eines einfachen Preissystems vor allem im Nahverkehr mit ausreichenden Rabatten für Jugendliche wären wichtige Schritte, um das Bahnfahren wieder konkurrenzfähig zu machen. Mit diesen Maßnahmen liessen sich die Einnahmen der DB nennenswert erhöhen.

Der Geldmangel der öffentlichen und Sozialversicherungs-Haushalte birgt nicht nur Probleme in sich. Das auf dem Kongreß vorgestellte Konzept „MobilitätsPlus trotz HaushaltsMinus“ zeigt Grundlagen auf, wie die finanzielle Ebbe zu einer ökologischen Verkehrswende führen kann.

Abschluss-Presseerklärung

Die aktuelle politische Debatte um die Feinstaubbelastung ist nur ein Beispiel dafür, wie die Richtlinien und Verordnungen der EU immer mehr den Alltag der Bevölkerung vor Ort beeinflussen. In den Arbeitgruppen, Vorträgen und Podiumsdiskussionen stand neben den Möglichkeiten, die die neuen europaweiten Informationsrechte bieten, auch die Lärmproblematik immer wieder im Vordergrund.

Sie können unsere Abschluss-Presseerklärung "Droht nach dem Feinstaubfiasko das Lärmdebakel?" hier lesen:

Die in Bremen versammelten Fachleute und engagierten Bürger forderten Bundesrat und Bundesregierung auf, die EU- Umgebungslärmrichtlinie endlich in deutsches Recht umzusetzen. Gelingt es nicht, die vom Bundestag beschlossene Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes schnell in Kraft treten zu lassen, würde mehr als 10 Millionen Menschen in Deutschland der durch die EU-Richtlinie verbriefte Schutz vor gesundheitsgefährdendem Lärm vorenthalten werden. Dem Fiasko um die Luftreinhaltung würde bald ein Lärmdebakel in ähnlicher Größenordnung folgen. Das käme einer Bankrotterklärung der deutschen Umweltpolitik gleich.

Nachdem die zuständigen Behörden in Deutschland die Wirkung der Luftreinhalterichtlinien der EU in den letzten Jahren völlig unterschätzt haben und nun vor einem Scherbenhaufen stehen, droht auf der Lärmseite neues Ungemach. Am 18. Juli 2002 hat die EU die sog. Umgebungslärmrichtlinie beschlossen, die die bisherige deutsche Gesetzgebung zum Wohle der lärmbelasteten und teilweise durch Lärm gesundheitsgefährdeten Bürger erweitert und verschärft. Die EU-Mitgliedsstaaten hatten zwei Jahre Zeit, die EU-Richtlinie in nationales Recht umzusetzen, das wäre der 18. Juli 2004 gewesen.

Das Bundeskabinett hat zwar im Juli 2004 einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschlossen und in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht, eine Verabschiedung scheiterte bisher jedoch am Einspruch des Bundesrats. Fachliche oder rechtliche Bedenken konnten zwischenzeitlich ausgeräumt werden, einzig und allein an der Finanzierungsfrage, scheitert bisher eine Verabschiedung des Gesetzes. Man spricht von 120 Mio Euro, das sind pro Bundesbürger und Jahr bis 2013 20 Cent für eine leisere Umwelt.

Die mehrfache Anrufung des Vermittlungsausschusses führte bisher zu keiner Lösung. Kommt es nicht zu einem Bundesgesetz mit einheitlichen Regelungen für alle Bundesländer, dann müssten die 16 Bundesländer in eigenen Gesetzgebungsverfahren die EU-Umgebungslärmrichtlinie umsetzen, da sie für den Umweltschutz zuständig sind. Auch das kostet Geld. Hinzu kommen ggf. noch EU-Strafen für die nicht erfolgte oder verspätete Umsetzung in nationales Recht. Es wäre sinnvoller, diese Gelder für die Lärmminderung einzusetzen als nutzlos in der Bürokratie versickern zu lassen.

Dieser Streit ums Geld muss insofern verwundern, als der Bundesverkehrsminister am Tag der letzten gescheiterten Sitzung des Vermittlungsauschusses stolz verkündete, dass zwei Milliarden Euro zusätzlich für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bereitgestellt werden. Fast die Hälfte der Mittel (900 Mio Euro) fließt in die Straßeninfrastruktur. Und genau bei diesem Hauptverursacher müsste die Lärmminderung eigentlich ansetzen. Es stellt sich somit die Frage, weshalb man sich um Bundesrat nicht darauf verständigen kann, 120 Mio. Euro für die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie aus diesem Topf zu nehmen - blieben immer noch 780 Mio Euro für den Ausbau der Straßeninfrastruktur.

Ergebnis-Flyer

Für den raschen Überblick und insbesondere als Einstieg ins Thema haben wir die Ergebnisse des Kongresses in einem vierseitigen Flyer zusammengefasst, den Sie als PDF-Datei herunterladen, aber auch zum Weiterverteilen in unserem Online-Shop in der Rubrik Broschüren > Umwelt und Verkehr bestellen können. Das Faltblatt ist kostenlos, berechnen müssen wir Ihnen lediglich die Versandkosten.

mobilogisch

In ausführlicher Form wurden die Ergebnisse des 16. BUVKO in Stuttgart in unserer Zeitschrift mobilogisch! veröffentlicht. Etliche Ausgaben sind noch erhältlich. Sie können Sie mit einer Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen. (Bitte Ort/Jahr des Kongresses angeben!)

Vortrags-Folien

Wir bieten Ihnen hier zur Ansicht oder zum Download die Vortrags-Folien derjenigen Referierenden an, die uns ihre Präsentationen für diesen Zweck zur Verfügung gestellt haben. Bitte bedenken Sie, dass diese Folien nur einen Ausschnitt aus den Vorträgen der Referierenden darstellen. Da diese Dateien vor dem BUVKO angefertigt wurden, können sie auch nicht die Ergänzungen und Kritikpunkte berücksichtigen, die in den Arbeitsgruppen vorgetragen wurden.

Für die folgenden Vorträge im Plenum und Referate in den Arbeitsgruppen liegen Vortrags-Folien als PDF-Dateien vor. Bei Interesse schicken Sie bitte eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Referate in den Arbeitsgruppen am Samstag:

  • Rainer Hamann, bis 2006 zuständig für den ÖPNV im Kreis Borken: Ist der Demografische Wandel ein Damoklesschwert für den ÖPNV? (AG SA 2)
    Stirbt mit der Bevölkerung in Deutschland der ÖPNV aus? Wie können die Verkehrsunternehmen auf eine immer größer werdende Zahl von Senioren zugehen?
  • Klaus Gietinger, Bürgerbahn statt Börsenbahn, Initiative Frankfurt22, Frankfurt/Main; Rudolf Pfleiderer, Stuttgart: Analyse der Verkehrsentwicklung und von Verkehrsprognosen (AG SA 3)
    Kommt der MIV an eine Grenze oder steigt er weiter? Nimmt er vielleicht sogar ab? Was ist von den Korrekturen des DIW zu halten, was sagen die Zählungen, warum steigt der Besetzungsgrad plötzlich und wie haben sich Wirtschaftswachstum und Fahrleistungen entwickelt.

Referate in den Arbeitsgruppen am Sonntag:

  • Dirk Boenke, Uni Wuppertal, Fachgruppe Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik: Sicherung der Nahmobilität älterer Menschen - Strategien und Maßnahmen für eine seniorengerechte Verkehrsraumgestaltung (AG SO 1)
    Immer mehr ältere Menschen fordern adäquat gestaltete Verkehrsräume, um lange aktiv und sicher am Verkehr und gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Fußgängerunfreundliche Verkehrsräume bringen ältere Menschen verstärkt aufs Auto. Wie sichert man die Mobilität der Älteren?
  • Ulrike Reutter, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen (ILS NRW) Dortmund: Verbessern zukünftige Lebensstile den Verkehr von morgen? (AG SO 4)
    Sitzen diejenigen, die heute Auto fahren, auch noch in der Zukunft hinter dem Lenker? Oder fahren gar die Fußgänger von heute morgen nur noch Auto? Welche kulturelle, soziale und psychologische Momente beeinflussen unseren Lebensstil und damit unsere zukünftige Verkehrsmittelwahl?
  • Frank Schröter, TU Braunschweig, Institut für Verkehr und Stadtbauwesen: Der Mensch geht, aber der Verkehr bleibt- Das Beispiel der Region Braunschweig 2030 (AG SO 5)
    In schrumpfenden Regionen, die vom demographischen Wandel betroffen sind, regt sich die Hoffnung, dass weniger Menschen auch weniger Verkehr bedeuten und somit wenigsten die Lebensqualität in der Region zunimmt. Vorgestellt werden Forschungsergebnisse der Studie "Mobilitäts-Stadt-Region 2030", bei der die durch die demographische Entwicklung veränderten Rahmenbedingungen und die Verkehrsbeziehungen zueinander in Beziehung gesetzt wurden. Die Computersimulationen der Verkehrsnachfrage und -wirkungen ermöglichen die Quantifizierung und Bewertung der Chancen und Qualitäten einer umwelt- und sozialverträglichen Siedlungsentwicklung und Mobilitätsbewältigung bei zurückgehenden Bevölkerungszahlen.

Vorträge im Plenum am Freitag und Sonntag:

  • Tilman Bracher, Deutsches Institut für Urbanistik (difu), Berlin: Reurbanisierung, City-Maut und Wettbewerb im ÖPNV (Plenum FR)
    Entwicklungstendenzen und Handlungsmöglichkeiten auf der kommunalen Ebene - Problemlage (Nachfrage, Finanzen) - Prognoselage und Szenarien für wachsende und schrumpfende Regionen. Handlungsfelder für Rad, ÖV, Fuß und MIV
  • Wulf-Holger Arndt, TU Berlin, Institut für Land- und Seeverkehr: Gesellschaftlicher Wandel und Auswirkungen auf den Wirtschaftsverkehr (Plenum FR)
    In diesem Vortrag werden aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aufgezeigt und Befunde für mögliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Güter- und Personenwirtschaftsverkehr dargestellt.
  • Peter Ottmann, Universität Karlsruhe, Institut für Verkehrswesen: Mobilitäts-Biographien: Wie ändert sich die Verkehrsnachfrage im Leben eines Menschen? (Plenum FR)
    Die deutsche Bevölkerung altert und schrumpft, somit ist ein Großteil der Gesellschaft der kommenden zwei bis drei Jahrzehnte bereits geboren. Wenn man versteht, wie diese Menschen ihr Mobilitätsverhalten im Laufe ihres Lebens ändern, so können bereits heute recht präzise Vorstellungen über die zukünftige Verkehrsnachfrage gewonnen werden. Wegen der zunehmenden Gruppe der Rentner interessiert hier vor allem, wie sich die ältere Generation der Zukunft verhalten wird.